It’s Good To Be Bad! – Cryx Bemalblog Teil 2

MirrorpixNachdem ich im ersten Artikel eine solide Grundlage für ein Farbschema für meine Cryx gefunden habe, ging es im nächsten Schritt daran, diese auch zu testen. Dazu habe ich mir das denkbar schlechteste Modell ausgesucht: Die Warwitch Siren. Der Gedanke dabei war, dass das Farbschema auch auf einem Modell wirken muss, welches statt weniger großer Flächen eher eine Ansammlung kleiner, filigraner Einzelteile hat. Außerdem war sie schon grundiert und gebased.

Nachdem ich mir meinen Farbbestand durchgesehen und die passenden Farbtöne rausgesucht hatte, ging es munter an’s Werk. Ich werde hier nicht auf die einzelnen Schritte eingehen sondern das Ergebnis vorweg nehmen. Die Puppe ist passabel geworden, aber definitiv nicht das, was ich mir bei dem Farbschema vorstelle:

Ein absolutes Chaos auf dieser Miniatur...
Ein absolutes Chaos auf dieser Miniatur…

Ich möchte an dieser Stelle versuchen, die einzelnen Bereiche der Miniatur einmal durch zu gehen, das Resultat zu bewerten und eventuelle Änderungen am Farbschema oder am Prozess vorzunehmen. Vorab schon die Info, dass ich mich in meiner Farbwahl auf das P3 Farbsortiment beschränken werde.

Grüner Stoff: Auch wenn das Blending ganz OK geworden ist, finde ich den Farbton selbst leider zu ungesättigt und zu grau. Mein Wunsch war eigentlich ein tiefes, sattes Grün, weniger dieses Olivgrün was ich jetzt habe. Hier ist auch die Ursache des Problems schnell gefunden: Ich habe nämlich nicht die richtigen Farben zuhause. Das letzte Mal mit Grün habe ich noch in 2008 gemalt, damals für meine Circle-Armee und seitdem sind die Grüntöne fast alle eingetrocknet. Gemalt habe ich mit Thornwood Green und Wurm Green. Das Wurm Green ist auch eine fantastische Highlight-Farbe, nur ersetze ich das Thornwood Green jetzt durch Gnarls Green und nehme Necrotite Green als weitere Highlight-Stufe mit dazu.

Leder: Der Farbton des Leders selbst ist eigentlich ganz zurfiedenstellend. Ich denke aber, dass ich hier viel mehr Kontrast rein bringen muss. Heißt also, das Leder mit Schwarz waschen und danach mit dem Bootstrap Leather wieder hochziehen, was auch der Grundton ist.

Metall: Komplett unzufrieden, voll kacke! Ich hatte immer schon Probleme mit Metallfarben und hier zeigt sich ganz deutlich, dass das einfache „Auftragen, Waschen, Highlighten“ nicht wirkt. Ich muss mir mit dem Metall definitiv mehr Mühe geben. Glücklicherweise halfen mir dabei sowohl einige Ressourcen, die ich online gefunden habe, als auch das Wegwerfen einiger 10 Jahre alter Farbtöpfe und der Neukauf von P3 Molten Bronze, Solid Gold und Rhulic Gold.

Nach der Siren testete ich dann auch direkt die Metalle an einem Bonejack. Mit den Metallen war ich am unzufriedensten und wollte sicherstellen, dass eine neue Technik und neue Farben auch tatsächlich etwas verbessern würden. Ich trug eine deckende Lage Rhulic Gold auf, wusch sie mit einer Mischung aus Armor Wash und Flesh Wash, zog danach die Highlights mit einer Mischung aus Solid Gold und Sulfuric Yellow und wusch das ganze danach nochmals mit sehr stark verdünntem Molten Bronze. Das gab dem Metall eine schöne Intensität und Tiefe, ohne wie Alu-Folue auszusehen.

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Nur das „Kupfer“ ist hier schon fertig. Rest WIP.

 

Für das Leder und den grünen Stoff war der Pistol Wraith ein perfektes Testmodell – nebenbei auch eines meiner absoluten Lieblingsmodelle in Cryx.

Hier habe ich auch wieder eine neue Technik ausprobiert. Bisher habe ich Blending, also Farbübergänge, immer mit zwei Farbtönen gemacht. Einen Farbton pro Pinsel, beide stark verdünnt, beide mehr oder weniger gleichzeitig auf den Grundton aufgetragen und miteinander vermischt, bis sie einen gleichmäßigen Farbübergang ergeben. Ermöglicht zwar schön weiche und vor allem tonübergreifende Farbverläufe, ist aber sehr aufwendig und nicht gerade einfach.

Statt dessen habe ich beim Pistol Wraith das stinknormale „wet blending“ probiert, wie Ashton Holbrook es hier am Mantel von Caine2 demonstriert. Es ging nicht nur viel schneller, ich hatte auch viel weniger Aufwand damit, weil ich direkt auf dem Grundton arbeiten konnte. Das Ergebnis ist ein angenehmes Braun beim Ledermantel.

Beim Grün hat der Wechsel auf die neuen Farben ebenfalls geholfen. Es ist nicht mehr so gräulich wie es noch bei der Siren war, sondern viel frischer und satter, wie ich es gewollt hatte. Ich bin sehr gespannt zu sehen wie es im Volumen, auf Dutzenden Minis, auf dem Tisch wirkt!

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PEW! PEW!

 

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pewpewpew!

 

Jetzt geht’s erstmal an die Arbeit, das Farbschema mal auf einem Warcaster oder einem großen Jack wie Nightmare umzusetzen. Gut, dass fast alle Modelle die ich habe schon vorgrundiert gebased sind. Das Zusammenbauen von 20 Bane Knights und 10 Blood Witches hat mich schon an den Rand der Verzweiflung getrieben…

Demnächst mehr!

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